Eine Zukunft für Rasa

Nun ist es soweit, alea jacta sunt. Über das neue Seilbahnprojekt zwischen Verdasio und Rasa wurde am 27. Mai entschieden.

Die Jury des Architekturwettbewerbs für den Entwurf des neuen Seilbahnprojekts vergab den ersten Preis für die „Umbrela“ genannte Studie des Architekten Francesco Buzzi aus Locarno. Der zweite Preis ging an das Projekt „PAESAGGI“ der Architekten Nicola Baserga und Christian Mozzetti aus Muralto. Die Gemeinde erwarb jedoch schlussendlich das Projekt „Ein Gebäude beginnt immer bei den Fundamenten“ von HOMA Architetti (Architekten Dario Martinelli und Michel Roncelli) aus Muralto.

Das Projekt „Umbrela“ des Architekten Francesco Buzzi sieht in jeder der beiden Stationen ein einfaches Vordach vor, das die elektromechanischen Systeme und die in einer Glaskabine enthaltenen Servicebereiche abdeckt. Der Vorschlag habe durch seinen infrastrukturell einheitlichen Charakter überzeugt, schreibt die Gemeinde Centovalli in ihrem Communique.

Die Jury unter dem Vorsitz von Bürgermeister Ottavio Guerra setzte sich aus Ewan Freddi und den Architekten Michele Arnaboldi, Paolo Canevascini und Francesca Pedrina als Mitglieder sowie den Architekten Bruno Buzzini und Gustavo Groisman als Stellvertreter zusammen. Das Wettbewerbsverfahren wurde vom Architekten Fabio Giacomazzi mit Unterstützung des Ingenieurs Reto Canale, Projektleiter für die Erneuerung der im Centovalli-Gebiet befindlichen Seilbahnen, und des Rechtsberaters Daniele Graber koordiniert.

Die virtuelle Ausstellung der verschiedenen Projekte ist ab 10. Juni 2020 auf http://www.centovalli.swiss einsehbar.

Mehr zur Vorgeschichte der Bergbahn findest Du im Blogbeitrag „Kleine Bahn mit grossen Plänen“.

Eine Antwort auf „Eine Zukunft für Rasa“

  1. Eine Kindheitserinnerung: Bevor die Funivia Verdasio – Rasa 1957 den Betrieb aufnahm, brachte uns Rina Ceschi, die Postina von Rasa – ab und zu war es auch ihr Bruder Cesare – die Post nach Remagliasco, einem Weiler auf halbem Weg zwischen Corcapolo und Intragna. Sie machte bei uns jeweils einen Milchkaffee- oder Teehalt, bevor sie, in ihrem Rucksack die Post für Rasa, den steilen Rückweg unter die Füsse nahm: Rasa – Corcaplo – Remagliasco – Rasa, insgesamt etwa fünf Stunden, jeden Tag ausser sonntags, auch bei Regen. Ab 1957 brachte der Postino von Corcapolo Domenico Silacci oder seine Schwester Caterina die Post nach Remagliasco, bis schliesslich entschieden wurde, dass der streckenweise immer wieder abrutschende schmale Pfad hoch über der Melezza zu gefährlich geworden war und die nach Remagliasco geschickte Post „fermo posta“ in Intragna abgeholt werden konnte. Cesare Ceschi bediente dann während Jahrzehnten die Bergstation Rasa und damit den Antrieb der Funivia.

    Kurt Hutterli, Okanagan Valley, British Columbia, Canada

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