Die Legende des Palazzo Tondü

Die Legende um den verfallenen Palazzo Tondü in Lionza führt ins frühe 17. Jahrhundert und erzählt die Geschichte der „fratelli neri„. Eine Geschichte, die beispielhaft für das damalige Leben und die Armut in den Centovalli und Tälern des Locarnese steht.

Das Museo regionale Centovalli e Pedemonte eröffnet am Freitag, 7. April 2017 um 18 Uhr die neue Saison mit einer Fotoausstellung zum Palazzo Tondü. Hier kannst Du einen Beitrag von Giovanni Medolago vom 6. Juni 2017 zur Ausstellung lesen.

Als Mitglied der „Amici Museo Centovalli e Pedemonte“ erhältst Du für 50 CHF pro Jahr stets alle aktuellen Informationen rund um das Museum.

Die Stiftung Fondazione Casa Tondü wurde 1984 gegründet. Ihr Ziel ist es, „dem Palazzo Tondü, seinen einstigen Glanz zurückzugeben und ihm eine Zukunft zu sichern“. Den Ortsbürgern, welche den Palazz, wie sie ihn liebevoll nennen, seit 1784 gemeinsam besassen und nutzten, fehlten die Mittel um ihn zu erhalten. Möchtest Du Gönner werden?

Ausserdem wird es am 12. Mai 2017 um 18.30 Uhr in der Biblioteca cantonale in Bellinzona  einen Vortrag/Konferenz zum Palazzo und seiner möglichen Restaurierung geben.

Vielen Dank an Volker Crayen, Architekt aus Bielefeld und Nachbar des Palazz in Lionza, für die interessanten und aktuellen Hinweise!

Das waren noch Zeiten…

… als der Migros-Verkaufswagen durchs Centovalli fuhr und seine treuen Kunden bediente. Auf den engen Strassen und Plätzen blieb für das riesige Gefährt kaum Platz zum Wenden. Die Migros-Wagen gehören in die Gründungsgeschichte von Gottlieb Duttweiler’s Genossenschaft und kurvten seit 1925 – damals noch mit Ford T-Verkaufswagen – durch die Schweiz. Mit zunehmender Mobilität der Talbevölkerung warteten immer weniger Leute den wöchentlichen Besuch der Migros ab. Schweizweit wurden die letzten Fahrten 2007 eingestellt.

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Die Bilder  aus dem Jahr 2002 stammen vom Fotografen Hans Kern, der seit über dreissig Jahren – zumindest zeitweilig – im Centovalli wohnt.

Leben und Tod im Centovalli

In der reichen Fauna des Tals gehört auch das Sterben zum Leben. Dieser Steinmarder lag am 18. März 2017 am Wegrand in der Nähe von Lionza. Vermutlich wurde er vergiftet.

Steinmarder sind trotz ihrem putzigen Erscheinungsbild wenig geliebt. Schäden an Gummi und Kabeln von Autos sind im Centovalli zwar eher selten, aber die munteren Tierchen markieren mit ihrem Kot Wege und Häuser ihres Reviers und richten sich mit totem Nahrungsvorrat  in den Steindächern ein.

Mona Caron – Weltkunst aus dem Centovalli

Mona Caron

Vielleicht kennst Du das riesige Mauerbild an der Scuola Teatro Dimitri in Verscio? Es stammt von der wohl erfolgreichsten Künstlerin des Centovalli, Mona Caron. Sie lebt und arbeitet seit vielen Jahren in San Francisco – und der ganzen Welt, wie ihr beeindruckendes Palmares beweist.

Am Anfang waren die Tessiner Blockprints…

Und was Mona Caron sonst noch mit dem Centovalli verbindet, kannst Du hier erkunden…

 

Steinhausbau

 

Kennst Du die Geheimnisse der Steinhäuser? Die Grundrisse, Formen, ja die ganzen Dorfgestaltungen folgen einem Muster im Sopraceneri.
Die wertvolle Arbeit und Publikation des 2015 verstorbenen Bauernhausforschers und Mitbegründers des Ballenberg-Museums,
Dr. Max Gschwend, ist leider teilweise vergriffen.

Alle weiteren Informationen sowie Auszüge aus dem Standardwerk findest Du auf den Seiten zum Steinhausbau im Sopraceneri.